Vakuumtechnik, UHV

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Ein effektiver und fehlerfreier Betrieb von Strahlführungssystemen an Beschleunigern und deren Experimenten ist eng verbunden mit dem Einhalten der Bedingungen für Ultrahochvakuum (UHV).


Auszüge aus der Technische Spezifikation "Richtlinien für UHV-Komponenten bei DESY"

die vollständige Spezifikation befindet sich hier: Datei:Vakuum 005 DESY UHV Richtlinien 1-5 final stamp eng.pdf

  • Für die Fertigung der Vakuumbauteile dürfen nur UHV-gerechte Ausgangsmaterialien verwendet werden. Ungeeignet sind: Blei, Kadmium, Zink, Legierungen mit den genannten Elementen und organische Materialien.
  • Bei Konstruktionen sind virtuelle Lecks zu vermeiden.
  • Löt- oder Schweißverbindungen dürfen nicht als Trennung zwischen UHV und Wasser benutzt werden.
  • Lötverbindungen nur im Vakuum oder unter Schutzgas flussmittelfrei ausführen; zu verwendende Lote sind vorab mit den MVS abzustimmen.
  • Oberflächenbehandlungen wie Glasperlenstrahlen oder Elektropolieren sind vorab mit MVS abzustimmen.
  • Bei spanender Bearbeitung darf zur Schmierung nur mit Isopropanol gearbeitet werden. Ebenso müssen neue Zerspanungswerkzeuge verwendet werden. Kühlschmierstoffe und Schneidöle sind nicht zugelassen.
  • Gereinigte Teile vakuumseitig nur noch mit sauberen, fusselfreien Handschuhen anfassen.
  • Nach der Montage nicht mehr zugängliche Baugruppen und Schweißnähte sind vor der Montage auf Lecks zu prüfen.
  • Die integrale Leckrate (Summe aller Lecks) muss ≤ 1·10^-10 mbar·l/s sein.
  • Grundsätzlich müssen alle UHV-Komponenten kohlenwasserstofffrei sein. Ein entsprechender Nachweis ist mit einem ausreichend empfindlichen Massenspektrometer zu führen. Komponenten werden als kohlenwasserstofffrei betrachtet, wenn:
  1. System leckfrei und Totaldruck ≤ 10^-7 mbar.
  2. Summe der Partialdrücke ab der Masse 45 bis mindestens Masse 100 kleiner als 1/1000 des Totaldrucks ist.