Unfallversicherungsschutz bei Weihnachtsfeiern

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Auszug aus: Zeitschrift "faktor arbeitsschutz" Ausgabe 5, 2013, Seiten 10 & 11


Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) wird die Teilnahme an Betriebsfeiern der versicherten Betriebstätigkeit gleichgesetzt, wenn:

  • ein angemessener Gemeinschaftszweck verfolgt wird.
  • der Betrieb die Feier selbst organisiert oder jemanden damit beauftragt.
  • die Geschäftsführung bei der Veranstaltung anwesend ist oder sich durch einen Beauftragten vertreten lässt.
  • die Teilnahme an der Veranstaltung grundsätzlich allen Betriebsangehörigen möglich ist (bei großen Betrieben können auch Veranstaltungen für einzelne Abteilungen durchgeführt werden).

Es ist unerheblich, wo Weihnachtsfeier und zu welcher Tageszeit die Weihnachtsfeier stattfindet.


Wer ist versichert?

  • Derzeitige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebs.
  • Beschäftigte, die während ihres Urlaubs oder der Elternzeit zur Feier kommen.

Nicht versichert sind dagegen teilnehmende Familienangehörige oder ehemalige Beschäftigte, selbst wenn sie vom Unternehmen offiziell eingeladen wurden.


Wann endet der Schutz?

Der Versicherungsschutz endet, wenn die Weihnachtsfeier nicht mehr von der Autorität der Unternehmensleitung getragen ist. Das heißt, wenn die Veranstaltung von vornherein einen festgelegten Endzeitpunkt hat oder von der Geschäftsführung oder ihrem Beauftragten für beendet erklärt wird.


Was ist versichert?

  • alle Tätigkeiten, die mit dem Gemeinschaftszweckvereinbar sind (Essen, die Darbietung von Vorführungen, sportliche Betätigungen, Tanzen, Vor- und Nachbereitungshandlungen wie z.B. Dekorieren des Raumes.
  • Die Wege zur und von der Gemeinschaftsveranstaltung


Konsum von Alkohol

Unter Beachtung der betrieblichen Regeln darf bei einer Weihnachtsfeier Alkohol getrunken werden. Vorsicht bei übermäßigem Alkoholgenuss. Ist ein Unfall auf den Alkohol zurückzuführen, so kann der Versicherungsschutz entfallen.

Falls bei einer betrieblichen Feier etwas passiert, sollte immer eine Unfallanzeige erstellt werden.