Störstrahler

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Störstrahler sind Geräte, die Röntgenstrahlen erzeugen, ohne dass sie zu diesem Zweck betrieben werden (z.B. Klystron, Elektronenmikroskop). Störstrahler, die nicht zum Beschleunigerbetrieb gehören, unterliegen der Röntgenverordnung, wenn die Energie der Elektronen zwischen 5 keV und 3 MeV liegt. Die Inbetriebnahme von Störstrahler-Testgebieten, die eine Abschirmung oder ein Interlocksystem erfordern, erfolgt analog zu der eines Beschleunigers, die oben genannten Maßnahmen sind dabei sinngemäß auf das Testgebiet zu übertragen. Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei dem für den Betrieb zuständigen Strahlenschutzbeauftragten.

Inbetriebnahme einer neuen Mikrowellen-Röhre (Klystron, IOT o.ä.)

Quelle: Korrespondenz mit N.Tesch -D3- im März 2014

Jede Erstinbetriebnahme von einem Beschleuniger, Experimentiergebiet oder Störstrahler ist unter Beteiligung eines externen, amtlich anerkannten Sachverständigen durchzuführen.

Bei DESY sind Klystrons (sprich Störstrahler) die zu Beschleunigern/Testständen gehören nicht mit einer eigenen Genehmigungen versehen, sondern sind Teil der jeweiligen Genehmigung für diese Beschleuniger/Teststände.
Eine Erstinbetriebnahme (Konditionierung) dieser Klystrons dient daher immer der Vorbereitung der Erstinbetriebnahme der Gesamtanlage, stellt also einen sogenannten "Testbetrieb" dar, um bei der Prüfung zur Erstinbetriebnahme der Gesamtanlage die HF auch mit voller Leistung einschalten zu können. Hierzu führen wir oder der entsprechende SSB bei der Erstinbetriebnahme des Klystrons die "Erstmessung" durch. Entsprechender Text in der MHFe-Betriebsanweisung Inbetriebnahme von HF-Anlagen:

"Nach Inbetriebnahme einer neuen Mikrowellen-Röhre (Klystron, IOT o.ä.) hat unverzüglich eine Abnahme durch den MHFe-Strahlenschutzbeauftragten oder durch -D3- zu erfolgen"

Erstinbetriebnahme

Bei der eigentlichen Erstinbetriebnahme-Prüfung der Gesamtanlage prüft dann gemäß der StrlSchV und der DESY-Strahlenschutzanweisung der externe, amtlich anerkannte Sachverständige vom TÜV Nord die ordnungsgemäße Abschirmung des Klystrons. Damit ist die eigentliche, rechtliche Prüfung des Störstrahlers dann erst richtig abgeschlossen.