Regelfaktor

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Der Regelfaktor gibt an, um wieviel die Auswirkung einer Störung durch eine Regelung verringert wird. Ideal wäre R=0, führt aber zur Instabilität. R>0,5 ist immer stabil, regelt Störungen aber ungenügend aus. Die Kunst der Regelungstechnik ist es, den optimalen Kompromiss zwischen Stabilität und Störausregelvermögen zu finden.

Messung des Regelfaktors: Man misst die Istwertabweichung infolge einer Störungseinwirkung; zuerst mit im geregelten Fall, dann im ungeregelten Fall. Das Verhältnis der Istwertabweichung ist der Regelfaktor.

Berechnung des Regelfaktors (statischer Fall): Man berechnet das Produkt aller Übertragungsbeiwerte von Regler und Regelstrecke, addiert 1 dazu und bildet den Kehrwert.

\[R={\Delta x_{geregelt} \over \Delta x_{ungeregelt}} = { 1 \over 1+ \mid K_{Regler} \cdot K_{Strecke} \mid }\]


Berechnung des Regelfaktors (dynamischer Fall): Man berechnet den Frequenzgang des offenen Regelkreises Fo(jω) - beispielsweise aus den Übertragungsfunktionen der einzelnen Übertragungsglieder - Bildet den Betrag, addiert 1 hinzu und bildet den Kehrwert.


\[R_{(\omega)}={\Delta x_{geregelt} \over \Delta x_{ungeregelt}} = { 1 \over 1+ \mid Fo_{(j\omega)} \mid }\]