LabVIEW

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Quelle: Wikipedia

LabVIEW ist ein graphisches Programmiersystem von National Instruments. Das Akronym steht für "Laboratory Virtual Instrumentation Engineering Workbench".

Die erste Version erschien 1986 für Macintosh-Computer. Heute gibt es die Entwicklungsumgebung außerdem für Windows, Linux und Solaris.

Haupt-Anwendungsgebiete von LabVIEW sind die Mess- und Automatisierungstechnik (→ELWIS). Die Programmierung erfolgt mit einer graphischen Programmiersprache genannt "G", nach dem Datenfluss-Modell. Durch diese Besonderheit eignet sich LabVIEW besonders gut zur Datenerfassung und -Verarbeitung.

LabVIEW-Programme werden als Virtuelle Instrumente oder einfach VIs bezeichnet. Sie bestehen aus zwei Komponenten:

  1. dem Frontpanel (enthält die Benutzerschnittstelle)
  2. dem Blockdiagramm (enthält den grafischen Programmcode)


Funktionsblöcke werden in LabVIEW (genau wie vollständige Programme) als Virtuelle Instrumente (VIs) bezeichnet. Dies kommt daher, dass prinzipiell jedes Programm als Unterprogramm (Sub-VI) in einem anderen verwendet werden kann, bzw. jedes Sub-VI auch eigenständig lauffähig ist. Aufgrund des Datenfluss-Konzeptes sind rekursive Aufrufe grundsätzlich nicht möglich, mit etwas zusätzlichem Aufwand lassen sich aber auch Rekursionen verwirklichen.

Der Programmierer verbindet VIs mit Verbindungslinien (Drähten) und definiert damit den Datenfluss. Jedes VI kann dabei Ein- und Ausgänge besitzen. Die Ausführung eines VIs beginnt, wenn alle Eingangsdaten vorhanden sind; die Ergebnisse liegen erst dann an den Ausgängen an, wenn das gesamte Unterprogramm abgearbeitet ist. Auf diese Weise wird die Abarbeitungsreihenfolge der Schritte durch Datenabhängigkeiten definiert. Eine vordefinierte Reihenfolge (z. B. „von rechts nach links“) gibt es nicht.