Intermodulation

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Als Intermodulation (IM) bezeichnet man die Erzeugung unerwünschter Frequenzkomponenten auf einem Übertragungsweg. IM entsteht durch die Nichtlinearität der Übertragungsfunktion eines Übertragungsweges. IM wird gemessen, indem man zwei Signale mit den Frequenzen f1 und f2 in den Übertragungsweg einspeist und die Pegel der auftretenden unerwünschten Frequenzkomponenten misst.

Durch den quadratischen Anteil einer Übertragungsfunktion entsteht IM 2. Ordnung (IM2) mit den Frequenzen:

f1 + f2

f1 - f2

f2 + f1


Die Amplituden der IM2-Produkte sind mit der 2.Potenz der Nutzsignalamplitude verknüpft. Daher ändern sich die IM2-Produkte um 2 dB, wenn man die Nutzsignalamplitude um 1 dB ändert.

Durch den kubischen Anteil einer Übertragungsfunktion entsteht IM 3. Ordnung (IM3) mit den Frequenzen:

2f1 + f2

2f1 - f2

2f2 + f1

2f2 – f1

Die Amplituden der IM3-Produkte sind mit der 3.Potenz der Nutzsignalamplitude verknüpft. Daher ändern sich die IM3-Produkte um 3 dB, wenn man die Nutzsignalamplitude um 1 dB ändert.

Der Intercept-Punkt n-ter Ordnung (IPn) gibt an, bei welcher Leistung die IM-Produkte dieselbe Leistung aufweisen, wie die Nutzsignale.

Mithilfe des Intercept Punktes (IPn) können die Pegel von IM-Produkten berechnet werden.

Intermodulation.bmp

Intermodulation 1.bmp

Intermodulations-Spektrum eines Verstärkers. f1=1365MHz und f2=1385MHz wurden eingespeist; die restlichen Frequenzen sind durch IM entstanden.