Funkenstrecke

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Triggerbare Funkenstrecke

Eine Funkenstrecke ist der Entladungsraum zwischen zwei Elektroden in dem sich ein Gas befindet. Legt man eine genügend hohe Spannung an die Elektroden an, dann erfolgt ab einer bestimmten Feldstärke (Luft: 3,3 kV/mm) eine Ionisation des Gases. Das Gas wird dadurch leitfähig und es kommt zum Durchbruch. Der Durchbruch einer Gasstrecke erfolgt nach dem Erreichen der Durchschlagsspannung in einer Zeit von einigen ps. Mittels einer Funkenstrecke können bei kürzesten Schaltzeiten und höchsten Spannungen riesige elektrische Stöme geschaltet werden.

Anwendung

  • Überspannungsschutz für Betriebsmittel
  • Schaltstoßspannungsprüfung von elektrischen Betriebsmitteln
  • Die Ermittlung des Scheitelwerts von Stoßspannungen mittels Messfunkenstrecken (veraltete Methode)
Triggerbare Funkenstrecke

Anwendung am DESY

Am DESY wurden Funkenstrecken u.a. zum Schutz der Klystrons der Hochfrequenz-Senderanlagen des Synchrotrons und der Speicherringe DORIS, PETRA und HERA eingesetzt. Mittlerweile wurden die meisten außer Betrieb genommen und durch Thyristor-Crowbars ersetzt.

Triggerbare Schutzfunkenstrecke für 600-kW-Klystrons an einer Hochfrequenzsenderanlage für den Speicherring DORIS